ESTRICH, HAUSANSCHLÜSSE, TROCKENBAU, ELEKTRIK, PUTZ, ROHBAU, FLIESENAUSWAHL

ESTRICH

Gleich am 1. des Monats wurde der Estrich gelegt. Das Ganze hat wenige Stunden gedauert, dann war eine ca. 7cm starke Estrichschicht im gesamten Haus aufgebracht. 24 Stunden durfte das Haus anschließend nicht betreten werden, um ein Antrocknen zu ermöglichen. 2 Tage nach dem Legen kam der Estrichleger zum Abschleifen. Nun ist der Estrich überall schön glatt und gleichmäßig. Außerdem hat man jetzt endlich ein Gefühl für die endgültige Raumhöhe.

 

In den ersten Tagen musste viel gelüftet werden, da durch den frischen Estrich viel Feuchtigkeit im Haus ist. Besonders im OG hatten wir stellenweise "Tropfsteinhöhle". Wir sind sogar einmal mit Handtüchern durchgegangen und haben die sehr nassen Deckenstellen trocken gewischt. Aber das hat sich gelohnt, schon nach 1 Woche hatten wir nur noch wenig Feuchtigkeit im Haus.

HAUSANSCHLÜSSE

Hier hatten wir doch etwas Sand im Getriebe. Die Tiefbaufirma hat erst mit 1,5 Wochen Verspätung angefangen, die Straße zu öffnen. Die Stadtwerke Bonn konnten den Wasseranschluss noch legen. Und dann fing der große Regen an... (Murphy's law: zum ursprünglich vereinbarten Termin war es tagelang sonnig und trocken!)

Die Gräben liefen voll Wasser. Hier haben Hanglage und der lehmige Boden Ihren Anteil dran gehabt. Obwohl der Tiefbauer mit einer Pumpe anrückte, um das Wasser zu beseitigen, musste der Gasversorger erst einmal wieder abziehen, da es gefühlte 40 Stunden am Stück schüttete.

 

Am Freitag ging es aber weiter, und das erfreulich schnell: Gasanschluss und Strom wurden innerhalb eines Tages gelegt. Jetzt können die Zähler beantragt, damit Gas, Wasser und Strom auch wirklich fließen können. Die Telekom war noch nicht da.

 

TROCKENBAU

Dann wurde mit den Verspachtelungs- und Verkofferungsarbeiten (Firma Kastrati) begonnen. Unter anderem wurden die Stoßfugen zwischen den Fertig-Betondeckenelementem verspachtelt. Die Arbeiten gingen sehr zügig voran. Mit den Verkofferungen waren wir nicht überall zufrieden, weil sie uns teilweise unverhältnismäßig groß vorkommen, dahinterliegende Steckdosen verdecken oder nicht so ausgeführt wurde, wie wir es vereinbart hatten. An der Größe konnte leider nichts mehr geändert werden, aber wo möglich wurde nachgearbeitet.

ELEKTRIK

Wir hatten einen weiteren Ortstermin mit dem Elektriker (Firma Kaufmann aus Erftstadt). Nachdem wir schon letzten Monat gemerkt hatten, dass die Stromzufuhr für die Treppenbeleuchtung und für die Dunstabzugshaube fehlten, sind weitere Ungereimtheiten im Gewerk Elektrik aufgetreten. Leider hatten wir immer noch keinen Installationsplan erhalten, der uns im Mai zugesagt wurde, mit dem das ein oder andere hätte vermieden werden können. An der Nebeneingangstür im Keller gibt es keinen Schalter um das Licht in diesem Raum bei Betreten des Hauses durch diese Tür einzuschalten. Herr Kaufmann hat uns angeboten, einen Bewegungsmelder zu installieren, um hier Abhilfe zu schaffen. Die Stromzuführung für das Garagentor wurde leider vergessen, so dass Aufputz ein Kabel verlegt werden muss. Die 380 Volt Steckdose im Keller fehlt und wird nachträglich in eine Verkofferung eingebaut. An den Waschbecken im OG und im EG wurden die Steckdosen und die Stromzufuhr für die Spiegelbeleuchtung nicht vorgesehen. Im Eingangsbereich muss leider auch nachgearbeitet werden, weil für die Außenbeleuchtung anscheinend eine Leitung vergessen wurde. Bei anderen Punkten ist der Fall weniger eindeutig: hatten wir uns wirklich entschieden auf eine Steckdose in der Nähe des Esstisches zu verzichten (und bspw. zum Raclette Essen eine Kabeltrommel zu nutzen) oder auf eine Steckdose im Gäste WC an der Stelle wo wir ein Regal hinstellen möchten (und stattdessen eine Steckdose vor die Dusche, wo man keine Elektrogeräte nutzen wird) zu beauftragen? An 2 Stellen haben wir im Nachhinein noch Steckdosen legen zu lassen.

 

Die Nacharbeiten in der Elektrik wurden schnell und zufriedenstellend ausgeführt. Leider musste der Putz an diversen Stellen aufgeschlitzt werden. Nachdem Herr Kaufmann uns versicherte, dass er die Putzerarbeiten mit dem Bauleiter abstimmen wird, waren wir sehr überrascht als der Bauleiter uns mitteilte, dass der Putzer extra noch einmal anrücken müsste und wir die Kosten tragen sollen. Letztlich haben wir uns darauf geeinigt, etwas dazuzugeben für die Putzerarbeiten, die nicht aufgrund einer falschen Ausführung des Elektrikers anstehen.

PUTZ UND ROHBAU

Damit sind wir auch schon beim Thema Putz. Der Putzer muss sowieso noch einmal ausrücken. Sowohl im Außenputz (u.a. bei den Stopfen) als auch im Innenputz müssen Ausbesserungen vorgenommen werden. Der Rohbauer hat leider im Erdgeschoss nicht darauf geachtet, dass die Höhe der Türen aufgrund der erhöhten Deckenhöhen, höher geplant wurden. Hier mussten die Türausschnitte vergrößert und die Türstürze neu zementiert werden. Auch diese Stellen müssen neu verputzt werden. Es waren aber zum Glück nur 2 Türen. Auch der kleine Abstellraum unter der Treppe im Keller musste noch einmal nachgearbeitet werden, da der Putz nicht in Q2 ausgeführt war.

FLIESENAUSWAHL

Wir haben den Fliesenleger (Herrn Awsejkow aus Euskirchen) kennengelernt, der die Fliesenarbeiten durchführen wird, die im Leistungsumfang von MRL enthalten sind. Neben den laut Vertrag enthaltenen Flächen (Bäder, Küche, Flur, HWR) werden wir auch das Wohn-/Esszimmer, die Kellertreppe und den Kellerflur sowie -wohnraum fliesen. Eigentlich sollten die Fliesen bei Köbig in Koblenz bemustert werden, aber dort hatten wir beim Bemusterungstermin für das Bad leider keine passenden Fliesen gefunden. Und da man nicht mal eben nach Koblenz fährt, hat MRL sich darauf eingelassen, dass wir die Fliesen auch bei Bünder in Euskirchen (bei denen wir auch die Innentüren und das Garagentor beziehen) oder bei Henrich in Siegburg auswählen können.

 

Wir hatten dann Fliesen-Bemusterungstermine bei Bünder und Henrich. Wir wussten zumindest ungefähr, was wir wollten: großformatige Fliesen in hellgrau (Wohn/Ess, Flur) und dunkelgrau oder anthrazit (Küche, Duschbad, Treppe) für das Erdgeschoss. Für das Bad im OG sollten es ein großes Längsformat in dunkelgrau sein. Die Wände in den Bädern sollten teilweise in weiß gefliest werden. Für den Keller sollten es robuste und preisgünstige Fliesen sein. Nach 3 Terminen in den Fliesenausstellungen und einigem hin- und herüberlegen hatten wir uns dann entschieden. Italienisches Feinsteinzeug in 75x75cm in grau (Farbe „concrete“) für Wohn/Ess und Flur EG, die gleiche Fliese in anthrazit für Küche, Duschbad und Treppe. Im Bad OG gibt es ebenfalls Feinsteinzeug aus bella Italia in dunkelgrau im Format 40x80cm. Wandfliesen im Bad wurden nach Deutschland vergeben: Villeroy & Boch in sehr coolem 30x90cm Format. Auch für den Keller wurden wir fündig mit günstigen, aber dennoch ansprechenden Fliesen in 30x60cm in grau. Wieder ein Kapital abgehakt! :-)

 

INBETRIEBNAHME HEIZUNG

Nach der Installation der Lüftungs- und Heizungsanlage konnte das Estrichprogramm der Heizung gestartet werden. Ganz schön viel Gerät haben wir im HWR stehen.